frostlicht

Februar 2021

Das Projekt befindet sich noch in der Vorbereitungs- und Bewilligungsphase. Seien Sie gespannt...



waldlichtung

ZUM ZWEITEN MAL       1. - 31. DEZEMBER 2018

Premiere: Dezember 2017         

Nach dem grossen Anklang im letzten Dezember und zahlreicher Nachfrage, wird das Projekt dieses Jahr wiederholt.

Die Waldlichtung ist ein besonderer Ort am Rande des Romanshorner Waldes. Nähert man sich der Lichtung, zieht sie automatisch die Blicke auf sich. Diese intensive Raumwirkung entsteht nur durch zwei Elemente - die ruhende Wiesenfläche und die Bäume, welche die Wiese umrahmen.

Während der Adventszeit gesellt sich ein besonderes Element hinzu. Hunderte kleine Lichter «versammeln sich» auf der Lichtung.

Von aussen wirkt der Wald nächtlich ruhig. Erst beim Eintreten glitzern kleine Lichter aus der Ferne durch das Unterholz des Waldes. Man tritt näher und die Verzauberung beginnt. Ganz leise, ganz sanft und unaufgeregt. Ein Gefühl der Geborgenheit erfüllt einem und lockt, näher zu treten. Je näher man der Lichtung kommt, umso mehr öffnet sich der Raum und die Lichter erfüllen diesen mit Wärme. Sie ruhen in sich, bewegen sich kaum, sie sind einfach da und lassen eine zauberhafte Atmosphäre entstehen. Als ob sich die Sterne in der Wiese spiegeln, regen die Lichter die Fantasie der Betrachter an. Die Lichter verzaubern die Waldspaziergänger während des Advents, erzeugen Ruhe und Besinnlichkeit und bereiten Freude.

Ein kleines Geheimnis begleitet einem beim Verlassen des Waldes, ein Geheimnis eines besonderen Orts, der von der Gesellschaft verborgen liegt und entdeckt werden will. Über Erzählung wird das Projekt langsam und leise von Mund zu Mund weitergetragen.



Die Lichter zeigen, wie wirkungsvoll ganz wenig Licht sein kann und hinterfragen den aktuellen Umgang der Gesellschaft mit Licht und Energie. Die Installation besteht aus etwa 500 LED-Lichtpunkten. Diese werden mit dem Reststrom gebrauchter, handelsüblicher 1,5V-Batterien betrieben, Batterien, die bereits entsorgt wurden. Sie bieten noch genügend Energie, die Lichter einige Wochen leuchten zu lassen. Die Technik des Projekts wurde bewusst auf ein Minimum reduziert und überzeugt durch keinerlei Effekte.

Der Wald als besonderer, sensibler Lebensraum und das künstliche Licht als Zeugnis unserer modernen Gesellschaft werden mit dem Projekt ineinander verwoben. Dadurch entsteht ein eigenes Raumerlebnis, entfacht Stimmungen und regt zur Diskussion an. Die Lichter rücken den Lebensraum Wald auf angenehme Weise ins Bewusstsein und fragen nebenbei, wie stark unser Eingreifen sein darf. Denn der stetig wachsende Nutzungsdruck durch uns Menschen bringt die Tiere des Waldes zunehmend in Bedrängnis.

Aus Rücksicht auf die nachtaktiven Wildtiere leuchten die Lichter nur bis 20 Uhr. Danach löschen sie nacheinander und hinterlassen ein wohlig-warmes Gefühl in der gar nicht mehr so bedrohlich wirkenden Dunkelheit.